CHRONIK IN KARTEN

Mehr als neun Monate Krieg in der Ukraine

INTERAKTIV. Mehr als neun Monate sind vergangen, seit der russische Machthaber Wladimir Putin seine Soldaten in die Ukraine einmarschieren ließ. Wir zeigen Ihnen den bisherigen Kriegsverlauf anhand von scrollbaren Karten.

Gegen 4 Uhr morgens werden am 24. Februar 2022, kurz nachdem der russische Präsident Wladimir Putin per TV-Ansprache eine "militärische Sonderoperation" in der Ukraine angekündigt hat, zahlreiche Ziele in der gesamten Ukraine beschossen. Anschließend rücken russische Einheiten aus dem Norden, Osten und Süden (von der besetzten Krim) auf ukrainisches Territorium vor.

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Aktuell: Russischer Rückzug im Süden
Aktuell: Angriffe auf die Energie-Infrastruktur
Aktuell: Die ukrainischen Rückeroberungen im Osten
Im Detail: Der Kampf um Mariupol
Im Detail: Der Kampf um Sewerodonezk
Kampf um den Donbass und Charkiw
Der Beginn: Die ersten zwei Kriegsmonate

Nach Plan für die Russen verläuft die Invasion – trotz anderslautender Behauptungen aus dem Kreml – aber ganz und gar nicht. Ein wichtiges russisches Ziel, rasch die ukrainische Hauptstadt Kiew zu besetzen und Präsident Wolodymyr Selenkskyj auszuschalten, misslingt. Den Kampf um Kiew gewinnen die Verteidiger. Ende März beginnen sich die russischen Truppen aus dem Norden des Landes zurückzuziehen und sich auf die Ostukraine, vor allem den Donbass, zu konzentrieren.

Den zweiten großen militärischen Erfolg erzielt die Ukraine 200 Tage nach Kriegsbeginn: Die Verteidiger können die Russen aus der Gegend um die zweitgrößte Stadt Charkiw zurückschlagen – Russland kündigt den Rückzug aus dem Oblast, zumindest westlich des Flusses Oskil, an. Insgesamt hat die ukrainische Armee laut dem Institute for the Study of War in fünf Tagen eine größere Fläche zurückerobert, als die Russen bei all ihren Operationen seit April zusammen einnehmen konnten.

Der unter Druck geratene Putin lässt daraufhin in den besetzten Gebieten "Volksabstimmungen" zu einem Anschluss an Russland und eine "Teilmobilmachung" der Streitkräfte durchführen. Außerdem droht er mit Atomwaffen. Doch dem allen zum Trotz feiert die Ukraine im November ihren dritten großen Erfolg – die Einnahme von Cherson, nachdem sich die russischen Besatzer aus dem Gebiet westlich des Dnipro (Dnjepr) zurückziehen müssen.

Scrollen Sie weiter, um zu sehen, wie die russische Invasion von Beginn an verläuft! Anmerkung: Die gezeigten Frontverläufe sollen einen Eindruck von der Dynamik des Kriegs bieten und sind nicht als exaktes Abbild der jeweiligen Situation zu verstehen. Auch die beschossenen/umkämpften Ortschaften stellen jeweils nur eine Auswahl dar.

Die Vorgeschichte

Im Februar 2014 besetzt Moskau die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim militärisch und gliedert sie nach einem international nicht anerkannten Referendum als russischen Landesteil ein. Im Donbass rufen von Moskau unterstützte Separatisten die "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk aus. Im Osten des Landes schwelt seither ein Konflikt.

24. Februar 2022

Russlands Präsident Wladimir Putin kündigt einen "militärischen Spezialeinsatz" zur "Entnazifizierung" der Ukraine und zum Schutz der dortigen russischsprachigen Bewohner an. In den frühen Morgenstunden beginnt die russische Invasion mit Luft- und Raketenangriffen im ganzen Land.

bis 6. März 2022

Russische Truppen sind durch das Sperrgebiet der Atomruine Tschernobyl Richtung Kiew marschiert und bedrohen die ukrainische Hauptstadt nicht nur vom Norden und Westen, sondern stoßen auch aus dem Osten vor. Im Nordosten versuchen sie Charkiw zu umzingeln, im Südosten belagern sie Mariupol. Als erste größere Stadt können sie bis 3. März Cherson nehmen. Nahe Saporischschja wird bei Europas größtem Atomkraftwerk gekämpft und es bricht auch ein Feuer aus.

bis 18. März 2022

Im Norden drohen Sumy und Tschernihiw die Einkesselung. Bei einem Raketenangriff auf einen Truppenübungsplatz zwischen Lemberg und der Grenze zu Polen sterben Dutzende Menschen, in Mariupol bombardieren die Russen eine Geburtenklinik und ein Theater, in dem Zivilisten Schutz gesucht haben.

bis 24. März 2022

Der russische Vormarsch auf Kiew gerät – unter anderem wegen Nachschubproblemen – ins Stocken, ukrainische Kräfte unternehmen Gegenoffensiven im Westen der Stadt. Auch bei Mykolajiw gehen die ukrainischen Verteidiger erfolgreich gegen die Invasoren vor. Im Südosten dringen russische Einheiten bis ins Stadtzentrum von Mariupol vor.

bis 4. April 2022

Die ukrainischen Verteidiger führen bei Kiew mehrere Gegenoffensiven durch. Russland zieht Einheiten um die ukrainische Hauptstadt sowie Tschernihiw und Sumy nach Weißrussland bzw. Russland zurück. Am 2. April verkündet die ukrainische Armee, wieder die volle Kontrolle über die Region um Kiew erlangt zu haben. Im Vorort Butscha werden die russischen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung offenbar. Im Osten erobern russische Kämpfer Isjum.

bis 6. April 2022

Der russische Rückzug aus der Gegend um Kiew ist nahezu abgeschlossen. Ukrainische Einheiten rücken auch bei Tschernihiw auf die Staatsgrenze vor und unternehmen außerdem im Süden Gegenangriffe in Richtung Cherson. Auch aus der Gegend bei Sumy werden die russischen Angreifer vertrieben.

bis 26. April 2022

Die russischen Bemühungen konzentrieren sich nun auf den (Nord-)Osten der Ukraine. Dort haben die Invasoren mittlerweile den Großteil der Region Luhansk unter ihre Kontrolle gebracht. Außerdem kontrollieren sie die Hafenstadt Mariupol fast zur Gänze, mit Ausnahme des Asowstal-Stahlwerkes.

Die Vorgeschichte

Im Februar 2014 besetzt Moskau die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim militärisch und gliedert sie nach einem international nicht anerkannten Referendum als russischen Landesteil ein. Im Donbass rufen von Moskau unterstützte Separatisten die "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk aus. Im Osten des Landes schwelt seither ein Konflikt.

24. Februar 2022

Russlands Präsident Wladimir Putin kündigt einen "militärischen Spezialeinsatz" zur "Entnazifizierung" der Ukraine und zum Schutz der dortigen russischsprachigen Bewohner an. In den frühen Morgenstunden beginnt die russische Invasion mit Luft- und Raketenangriffen im ganzen Land.

bis 6. März 2022

Russische Truppen sind durch das Sperrgebiet der Atomruine Tschernobyl Richtung Kiew marschiert und bedrohen die ukrainische Hauptstadt nicht nur vom Norden und Westen, sondern stoßen auch aus dem Osten vor. Im Nordosten versuchen sie Charkiw zu umzingeln, im Südosten belagern sie Mariupol. Als erste größere Stadt können sie bis 3. März Cherson nehmen. Nahe Saporischschja wird bei Europas größtem Atomkraftwerk gekämpft und es bricht auch ein Feuer aus.

bis 18. März 2022

Im Norden drohen Sumy und Tschernihiw die Einkesselung. Bei einem Raketenangriff auf einen Truppenübungsplatz zwischen Lemberg und der Grenze zu Polen sterben Dutzende Menschen, in Mariupol bombardieren die Russen eine Geburtenklinik und ein Theater, in dem Zivilisten Schutz gesucht haben.

bis 24. März 2022

Der russische Vormarsch auf Kiew gerät – unter anderem wegen Nachschubproblemen – ins Stocken, ukrainische Kräfte unternehmen Gegenoffensiven im Westen der Stadt. Auch bei Mykolajiw gehen die ukrainischen Verteidiger erfolgreich gegen die Invasoren vor. Im Südosten dringen russische Einheiten bis ins Stadtzentrum von Mariupol vor.

bis 4. April 2022

Die ukrainischen Verteidiger führen bei Kiew mehrere Gegenoffensiven durch. Russland zieht Einheiten um die ukrainische Hauptstadt sowie Tschernihiw und Sumy nach Weißrussland bzw. Russland zurück. Am 2. April verkündet die ukrainische Armee, wieder die volle Kontrolle über die Region um Kiew erlangt zu haben. Im Vorort Butscha werden die russischen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung offenbar. Im Osten erobern russische Kämpfer Isjum.

bis 6. April 2022

Der russische Rückzug aus der Gegend um Kiew ist nahezu abgeschlossen. Ukrainische Einheiten rücken auch bei Tschernihiw auf die Staatsgrenze vor und unternehmen außerdem im Süden Gegenangriffe in Richtung Cherson. Auch aus der Gegend bei Sumy werden die russischen Angreifer vertrieben.

bis 26. April 2022

Die russischen Bemühungen konzentrieren sich nun auf den (Nord-)Osten der Ukraine. Dort haben die Invasoren mittlerweile den Großteil der Region Luhansk unter ihre Kontrolle gebracht. Außerdem kontrollieren sie die Hafenstadt Mariupol fast zur Gänze, mit Ausnahme des Asowstal-Stahlwerkes.

Kampf um den Donbass und Charkiw

Nach dem Rückzug seiner Truppen aus den Regionen rund um die Hauptstadt Kiew, Tschernihiw und Sumy Anfang April kündigt Russland an, sich nun auf den Donbass zu konzentrieren. Nach Ansicht westlicher Militärexperten ist der Angriff auf Kiew gescheitert, der Kreml nennt den Rückzug hingegen ein "Zeichen des guten Willens".

Bis Anfang Juli gelingt es den russischen Truppen, die letzten beiden großen Städte im Gebiet Luhansk, die noch in ukrainischer Hand sind, einzunehmen: Sewerodonezk und Lyssytschansk. Durch die damit verbundene Kontrolle über den gesamten Oblast erreichen sie eines ihrer wichtigsten Kriegsziele und richten ihre Anstrengungen nun darauf, mit dem Oblast Donezk auch das zweite Teilgebiet des Donbass zu erobern.

Scrollen Sie weiter, um die weiteren russischen Vorstöße im Donbass mitzuverfolgen!

bis 28. April 2022

Russische Kräfte rücken von Isjum weiter Richtung Südwesten und Südosten vor und planen zudem, Rubischne zu nehmen.

bis 4. Mai 2022

Ukrainische Truppen unternehmen östlich von Charkiw eine erfolgreiche Gegenoffensive und drängen die russischen Angreifer 40 Kilometer weit zurück.

bis 11. Mai 2022

Die ukrainische Gegenoffensive in der Gegend von Charkiw verbucht weitere Gebietsgewinne und die Verteidiger rücken in Richtung Grenze vor.

bis 16. Mai 2022

Ukrainische Einheiten erreichen Videos in den sozialen Netzwerken zufolge nördlich von Charkiw die Grenze zu Russland. Den ukrainischen Verteidigern gelingt es außerdem, russische Einheiten zurückzuschlagen, die den Fluss Siwerskyj Donez queren wollen, um Lyssytschansk und Sewerodonezk einzukesseln.

bis 24. Mai 2022

Am 20. Mai verkündet die russische Armee die vollständige Einnahme des Asowstal-Stahlwerks in Mariupol im Südosten. Im Nordosten zeigen die Russen verstärkte Aktivitäten bei Lyman, rücken zudem bei Popasna vor und bereiten sich auch für einen Angriff auf Sewerodonezk vor.

bis 30. Mai 2022

Russische Verbände stoßen weiter vor und können sowohl Lyman als auch Teile von Sewerodonezk einnehmen.

bis 9. Juni 2022

Der Kampf um Sewerodonezk tobt weiter. Den russischen Angreifern gelingt es, den Großteil der Stadt, darunter alle Wohngebiete, einzunehmen.

bis 23. Juni 2022

Sewerodonezk ist weitgehend von den russischen Truppen eingenommen, die damit ihrem Ziel, den Oblast Luhansk vollständig einzunehmen, einen Schritt nähergekommen sind. Mehreren Tausend ukrainischen Soldaten droht die Einkesselung in diesem Gebiet.

bis 30. Juni 2022

Nachdem die russischen Angreifer die ukrainischen Verteidiger aus Sewerodonezk vertrieben haben, ist das benachbarte Lyssytschansk ihr nächstes Ziel. Russische Truppen stürmen die Siedlung Wowtschojariwka südwestlich der Stadt und stehen im Süden bereits am Stadtrand.

bis 4. Juli 2022

Nach wochenlangen Kämpfen in dem Gebiet muss sich die ukrainische Armee auch aus der Stadt Lyssytschansk zurückziehen. Die Niederlage bedeutet für die Ukrainer faktisch den Verlust des gesamten Oblasts Luhansk. Aus Moskauer Sicht ist damit nach mehr als vier Monaten ein zentrales Kriegsziel erreicht.

bis 23. August 2022

Ende Juli kommen Dutzende ukrainische Kriegsgefangene bei einem Angriff auf ein Gefängnis unter Kontrolle der prorussischen Separatisten in der Region Donezk ums Leben. Kiew und Moskau beschuldigen sich gegenseitig. Nach der vollständigen Eroberung von Luhansk kontrollieren die Angreifer ein halbes Jahr nach Beginn der Invasion auch gut 60 Prozent des Oblasts Donezk – zuletzt aber ohne merkliche Zugewinne.

bis 28. April 2022

Russische Kräfte rücken von Isjum weiter Richtung Südwesten und Südosten vor und planen zudem, Rubischne zu nehmen.

bis 4. Mai 2022

Ukrainische Truppen unternehmen östlich von Charkiw eine erfolgreiche Gegenoffensive und drängen die russischen Angreifer 40 Kilometer weit zurück.

bis 11. Mai 2022

Die ukrainische Gegenoffensive in der Gegend von Charkiw verbucht weitere Gebietsgewinne und die Verteidiger rücken in Richtung Grenze vor.

bis 16. Mai 2022

Ukrainische Einheiten erreichen Videos in den sozialen Netzwerken zufolge nördlich von Charkiw die Grenze zu Russland. Den ukrainischen Verteidigern gelingt es außerdem, russische Einheiten zurückzuschlagen, die den Fluss Siwerskyj Donez queren wollen, um Lyssytschansk und Sewerodonezk einzukesseln.

bis 24. Mai 2022

Am 20. Mai verkündet die russische Armee die vollständige Einnahme des Asowstal-Stahlwerks in Mariupol im Südosten. Im Nordosten zeigen die Russen verstärkte Aktivitäten bei Lyman, rücken zudem bei Popasna vor und bereiten sich auch für einen Angriff auf Sewerodonezk vor.

bis 30. Mai 2022

Russische Verbände stoßen weiter vor und können sowohl Lyman als auch Teile von Sewerodonezk einnehmen.

bis 9. Juni 2022

Der Kampf um Sewerodonezk tobt weiter. Den russischen Angreifern gelingt es, den Großteil der Stadt, darunter alle Wohngebiete, einzunehmen.

bis 23. Juni 2022

Sewerodonezk ist weitgehend von den russischen Truppen eingenommen, die damit ihrem Ziel, den Oblast Luhansk vollständig einzunehmen, einen Schritt nähergekommen sind. Mehreren Tausend ukrainischen Soldaten droht die Einkesselung in diesem Gebiet.

bis 30. Juni 2022

Nachdem die russischen Angreifer die ukrainischen Verteidiger aus Sewerodonezk vertrieben haben, ist das benachbarte Lyssytschansk ihr nächstes Ziel. Russische Truppen stürmen die Siedlung Wowtschojariwka südwestlich der Stadt und stehen im Süden bereits am Stadtrand.

bis 4. Juli 2022

Nach wochenlangen Kämpfen in dem Gebiet muss sich die ukrainische Armee auch aus der Stadt Lyssytschansk zurückziehen. Die Niederlage bedeutet für die Ukrainer faktisch den Verlust des gesamten Oblasts Luhansk. Aus Moskauer Sicht ist damit nach mehr als vier Monaten ein zentrales Kriegsziel erreicht.

bis 23. August 2022

Ende Juli kommen Dutzende ukrainische Kriegsgefangene bei einem Angriff auf ein Gefängnis unter Kontrolle der prorussischen Separatisten in der Region Donezk ums Leben. Kiew und Moskau beschuldigen sich gegenseitig. Nach der vollständigen Eroberung von Luhansk kontrollieren die Angreifer ein halbes Jahr nach Beginn der Invasion auch gut 60 Prozent des Oblasts Donezk – zuletzt aber ohne merkliche Zugewinne.

Die Rückeroberungen im Osten

Im Spätsommer 2022 kommt der russische Vormarsch im Donbass nicht nur ins Stocken. Vielmehr geraten die Invasoren Mitte September selbst in die Defensive – im benachbarten Oblast Charkiw. Den ukrainischen Einheiten gelingt es innerhalb von nur wenigen Tagen, zahlreiche Ortschaften und Städte rund um die zweitgrößte Stadt der Ukraine zurückzuerobern. Russland stellt den überhasteten Abzug, bei dem offenbar auch große Mengen an Kriegsgerät zurückgelassen wurden, als simple Truppenverlegung dar.

Nach eigenen Angaben können ukrainische Streitkräfte im September rund 500 Ortschaften in der Region Charkiw und 43 weitere im Oblast Donezk zurückerobern. Im Oktober stoßen sie vom Oblast Charkiw weiter nach Westen in das Gebiet Luhansk vor. Alleine am 10. Oktober gelingt dort offenbar die Rückeroberung von 200 Quadratkilometern Fläche.

Scrollen Sie weiter, um zu sehen, wie sich die ukrainische Gegenoffensive im Osten entwickelt!

bis 8. September 2022

Russische Truppenverschiebungen in den Süden der Ukraine in das Gebiet bei Cherson ermöglichen es den Ukrainern offenbar, auch bei Charkiw eine Gegenoffensive zu starten und die Russen zu überraschen. Alleine am 7. September machen die Ukrainer laut Analysten etwa 400 Quadratkilometer Boden gut.

bis 10. September 2022

Mittlerweile sind die ukrainischen Kräfte schon 50 bis 70 Kilometer vorgestoßen, den Russen droht ein Zusammenbruch ihrer Front in dem Gebiet. Die Ukraine meldet ein Vordringen in die Stadt Kupjansk, auch erste unbestätigte Berichte über die Einnahme von Isjum tauchen auf.

bis 11. September 2022

Russische Truppen fliehen aus dem Südosten des Oblastes Charkiw, um einer Einkesselung bei Isjum zu entgehen. Seit 6. September hat die ukrainische Armee nun mehr als 3000 Quadratkilometer Territorium zurückerobert. Laut dem Institute for the Study of War ist das eine größere Fläche, als die Russen bei all ihren Operationen seit April zusammen einnehmen konnten.

bis 12. September 2022

Die russischen Einheiten ziehen sich in Richtung Oblast Luhansk hinter die Flüsse Oskil und Siwerskyj Donez zurück. Die Ukraine übernimmt auch wieder die Kontrolle über die Stadt Isjum mit etwa 50.000 Einwohnern.

bis 20. September 2022

Ukrainischen Einheiten stoßen über die Flüsse Oskil und Siwerskyj Donez nach und unternehmen offenbar zwischen Lyman und dem weiter östlich gelegenen Dorf Bilohoriwka kleinere Offensivoperationen. Dabei habe man mittlerweile laut ukrainischen Angaben die Kontrolle über Bilohoriwka wiedererlangt. Russische Truppen setzen indes ihre Angriffe in der Gegend von Bachmut fort.

bis 27. September 2022

Den ukrainischen Einheiten gelingen weitere Geländegewinne im Norden und Nordwesten von Lyman.

bis 3. Oktober 2022

Die russischen Einheiten ziehen sich aus Lyman zurück, um der drohenden Einkesselung durch die vorrückenden Ukrainer zu entgehen. Am 2. Oktober gibt Präsident Wolodymyr Selenskyj die vollständige Befreiung der Stadt vom russischen Militär bekannt.

bis 5. Oktober 2022

Weitere ukrainische Fortschritte im Bereich der Grenzen zum Oblast Luhansk machen den Fluss Oskil als Verteidigungslinie der Russen obsolet. Zunehmend sind dadurch russische Positionen in diesem Oblast bedroht.

bis 19. Oktober 2022

Ukrainische Einheiten rücken östlich des Flusses Oskil weiter vor und können alleine am 10. Oktober offenbar eine Fläche von mehr als 200 Quadratkilometern im Westen des Oblasts Luhansk befreien. Russische bzw. separatistische Truppen machen indes kleinere Fortschritte bei Bachmut.

bis 29. November 2022

Während die ukrainischen Einheiten Geländegewinne im Westen des Oblasts Luhansk vermelden und immer wieder russische Angriffe im Osten des Gebiets Donezk zurückschlagen, gelingt den Invasoren dennoch ein langsamer Vormarsch südlich und östlich von Bachmut. Sie scheinen eine Einkesselung der Stadt zu planen.