Wo der österreichische
Sport steht und was er
bereits unternimmt

Nachhaltigkeit im Sport

SCHWERPUNKT. Der Sport wird sich seiner Verantwortung in der Klimaschutz-Frage zunehmend bewusst. Wo steht der heimische Sport in puncto Nachhaltigkeit?

Von David Baumgartner

In Österreich gibt es 15.000 Sportvereine und rund 1,9 Millionen Menschen, die als gemeldete Mitglieder aktiv Sport betreiben. Nicht ganz jeder Vierte, rechnet man etwa Kleinkinder weg, bewegt sich hierzulande also. Der Sport hat so nicht nur die Kraft, für ein gesundes Leben zu sorgen und soziale Werte zu vermitteln, er hat als menschenverbindendes Phänomen auch das Potenzial, Botschaften zu transportieren.

Die Nachhaltigkeit als sogenannter "Megatrend" ist eine solche. Immer mehr Sportvereine sind sich ihrer Chance, aber auch ihrer Verantwortung bewusst. Sport-Dachverbände und auch politische Entscheidungsträger haben erkannt, dass sich das Rädchen nicht endlos weiterdreht, ohne den ökologischen Aspekt in Ihrem Tun mitzudenken. "Es braucht viel Bewusstseinsbildung. Dieses Thema muss man an die Frau und an den Mann tragen. Als enorm großer gesellschaftlicher Multiplikator spielt hier der Sport eine große Rolle.. An der Basis beschäftigen sich schon viele mit tollen Initiativen", sagt Hans Niessl, der Präsident der Bundessportorganisation Sport Austria.

Es braucht viel Bewusstseinsbildung. Dieses Thema muss man an die Frau und an den Mann tragen. Als enorm großer gesellschaftlicher Multiplikator spielt hier der Sport eine große Rolle. An der Basis beschäftigen sich schon viele mit tollen Initiativen.
Hans Niessl, Präsident der Bundessportorganisation Sport Austria

Anknüpfungspunkte gibt es zuhauf. Fast jeder Sportverein produziert Abfälle, benötigt Ressourcen aller Art oder sorgt für Verpflegung. Auch der Energiehaushalt und das Mobilitätsmanagement bietet viele Potenziale. Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass der Sport an einem gesunden Klima hängt. "Was heißt eine Klimaveränderung für den Breitensport, was heiß es, wenn es wärmer wird? Kann er noch in der gleichen Form ausgeübt werden, wenn wir nicht handeln? Das muss man in den Fokus rücken und zeigen, dass schon kleine Schritte Großes bewirken", sagt Niessl. Der Bürgermeister von Verona, Damiano Tommasi, immerhin einst Fußballer von Weltklasseformat, hat erst kürzlich wegen extremer Dürre eine Verordnung unterzeichnet. Sie verbietet, Trinkwasser zur Bewässerung von Sportanlagen zu verwenden. Dennoch: Man will nicht mit dem Finger auf die Vereine zeigen: "Das ist nicht der richtige Weg. Wir wollen zeigen, was der Sport kann, dass er auf Zack ist."

Kommentar zum Thema

Der Sport hängt gleichermaßen an einer intakten Natur wie alle anderen Lebensbereiche

Der eigene Fußabdruck im Selbsttest

Das Umweltbundesamt begleitet Sportvereine schon seit über zehn Jahren auf dem Weg zur Nachhaltigkeit und hat im Auftrag des Sportministeriums die Website "nachhaltiger-sport.at" ins Leben gerufen. Die Plattform dient der Vernetzung, Herzstück ist ein Selbsttest. "Mit diesem können Vereine auf freiwilliger Basis den Status Quo ihrer Nachhaltigkeit überprüfen", sagt Jörg Meixner, der das Projekt betreut.

In puncto Umweltförderungen bietet die Plattform "Innovativer, nachhaltiger Sport" (Website: "inssport.at") Orientierung. Derzeit findet man dort nur Oberösterreichs Förderkompass, mit Beginn 2023 soll das Service auf ganz Österreich ausgedehnt werden. Meixner: "Sportvereine und Sportler müssen das breite Angebot bei Umweltförderungen kennen und wissen, wie sie einen Teil des Kuchens haben können."

Der Kampf gegen
den Klimawandel ist
das wichtigste Spiel

Bei immer mehr Fußballvereinen sitzt das Thema Nachhaltigkeit längst nicht mehr auf der Bank. Real Betis Sevilla und die TSG Hoffenheim, zwei Klubs aus Europas Topligen, nehmen dabei eine Vorreiterrolle ein.

Von Christian Albrecht

Als erster veganer und klimaneutraler Fußballverein der Welt ist der englische Viertligameister Forest Green Rovers das Vorzeigebeispiel, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit im Sport geht. Doch auch in anderen Teilen Europas gibt es Fußballklubs, die dem "grünsten Team" der Welt um kaum etwas nachstehen.

Spielort Estadio Benito Villamarin, der Rasen ist grün, das Vereinswappen auch. Im März 2022 veranstaltet Real Betis Sevilla sein erstes Ligaspiel für Nachhaltigkeit, gegen Athletic Bilbao tragen die Fußballer Trikots aus recyceltem Polyester und trinken aus Wasserflaschen aus wiederverwertetem Material – eine Idee der Spieler selbst. Für die Schalen der von spanischen Fans traditionell bei Fußballspielen gekauten Sonnenblumenkernen stehen kompostierbare Schüsseln bereit – am Ende wird alles gemeinsam zu Dünger verarbeitet.

Kein Planet, kein Fußball

Der Kampf gegen den Klimawandel ist "das wichtigste Spiel unseres Lebens", so tritt der spanische Europacupteilnehmer nach außen hin auf. Die Rechnung sei simpel: kein Planet, kein Fußball. "Wir sind nicht nur Fußball, sondern etwas so viel Größeres", sagt Rafael Muela, Sprecher von Forever Green, der Nachhaltigkeitsplattform von Real Betis. "Fußball ist der beliebteste Sport der Welt, wir haben eine riesige Verantwortung."

Rafael Muela ist Generalmanager der Real Betis Balompie Foundation.

Rafael Muela ist Generalmanager der Real Betis Balompie Foundation.

Die Andalusier sind Teil des UN-Programms "Climate Neutral Now", Ziel ist die CO2-Neutralität bis 2050, Betis will dieses zehn Jahre früher erreichen. "Real Betis hat sich schon immer den dringlichsten Herausforderungen der Gesellschaft verschrieben", sagt Muela. In der Saison 2020/21 betrug der ökologische Fußabdruck der Spanier 1855 Tonnen, durch klimapositive Projekte wie die Installation eines Windparks in Costa Rica oder die Wiederaufforstung eines abgebrannten Waldes in Andalusien wird dieser kompensiert.

Eine Reduktion, keine Kompensation

Querpass nach Deutschland, Bundesligist Hoffenheim geht beim Thema Nachhaltigkeit voran. "Das Wesentliche ist, das Projekt nicht am Rande zu denken, sondern ins Kerngeschäft zu holen", sagt Stefan Wagner, Leiter der Stabsstelle Unternehmensentwicklung. Mehrwegbecher, Trikots aus recyceltem Plastik, Klimatickets, mit denen Fans zur Aufforstung beitragen können, Autogrammkarten aus "Graspapier", wo der Rasenschnitt aus dem Stadion wiederverwertet wird, und Solaranlagen auf 12.500 Quadratmeter sind nur ein Teil der Projekte, welche bei der TSG Hoffenheim umgesetzt werden.

2800

Tonnen des jährlichen CO2-Fußabdrucks des eigenen Vereins sowie die Anreisen der Gastmannschaften sowie der Schiedsrichterteams kompensiert Hoffenheim mit Aufforstungsprojekten in Uganda und der Zurverfügungstellung effizienter Kocher für Familien in Ruanda.

Mit Aufforstungsprojekten in Uganda und der Zurverfügungstellung effizienter Kocher für Familien in Ruanda kompensiert Hoffenheim nicht nur die 2800 Tonnen (2019) des jährlichen CO2-Fußabdrucks des eigenen Vereins, sondern auch die Anreisen der Gastmannschaften sowie der Schiedsrichterteams. "Um klimaneutral zu werden, reicht es nicht nur, zu kompensieren – man muss reduzieren", stellt Wagner jedoch klar. Bis 2040 will Hoffenheim auf eine Netto-Null-Rechnung kommen, dafür ist eine Reduktion von 90 Prozent vonnöten.

Keine Pflicht, eine Chance

Doch lässt sich ein klimaneutraler Weg überhaupt gehen, möchte man ganz oben im modernen Fußball mitspielen, mit Europacupreisen über den ganzen Kontinent? "Es muss möglich sein, weil wir als Gesellschaft Systeme brauchen, wo wir Mobilität klimaneutral organisieren", sagt Wagner. "Derzeit ist das nicht möglich, daher sind wir da auch im Profisport begrenzt." Die Themen Mobilität und Energie seien in Sachen Reduktion die größten Hebel, "dann wird's prickelnd, denn dann müssen wir die Lieferketten beleuchten". Etwas, das noch einige Schritte in der Zukunft liegt.

Nachhaltiges Handeln sollte bei Fußballklubs nicht als Pflicht, sondern als Chance verstanden werden, darüber ist man sich in Sinsheim und Sevilla einig. "Einen Umweltverantwortlichen im Verein zu haben, ist mittlerweile schon ein Lizenzierungskriterium, es ist aber kein Ambitionsniveau festgehalten", sagt Wagner, ist sich aber sicher: "Das kommt durch den gesellschaftlichen Druck automatisch."

Einen Umweltverantwortlichen im Verein zu haben, ist mittlerweile schon ein Lizenzierungskriterium, es ist aber kein Ambitionsniveau festgehalten.
Stefan Wagner, Leiter der Stabsstelle Unternehmensentwicklung

Auch in Spanien muss man seit Kurzem verpflichtend einen Tätigkeitsbericht zum Thema Nachhaltigkeit vorlegen. "Sobald du darüber berichten musst, musst du dein Handeln auch stetig verbessern", sagt Muela, der mittlerweile nicht nur andere Fußballklubs wie Basaksehir Istanbul zu Forever Green zählen darf, sondern auch die spanische Paddel-Liga oder ein mexikanisches Basketball-Team. "Unsere Idee geht über Fußball und Real Betis hinweg", sagt Muela. "Wenn du gleich zu Beginn Initiative zeigst, werden sich dir so viele Möglichkeiten bieten. Je früher man startet, desto besser ist man vorbereitet. In der Welt des Fußballs ist etwas am Entstehen." Und dann ist möglicherweise bald jedes Match ein Spiel für Nachhaltigkeit.

Der Sport hat Potenzial,
aber "auch Verantwortung"

Der Sport-Dachverband ASVÖ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Sport auf dem Weg zur umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Zukunft zu unterstützen.

Von David Baumgartner

Der Sport hat in der Klimaschutz-Frage nicht nur großes Potenzial, sondern als "große zivilgesellschaftliche Kraft auch Verantwortung". Dieser Überzeugung ist Christian Purrer. Der Steirer steht dem Allgemeinen Sportverband Österreichs bundes- und steiermarkweit als Präsident vor und übernimmt mit dem ASVÖ eine Vorreiterrolle in der Frage der Nachhaltigkeit. Mehr noch: Purrer scheint für dieses Thema zu brennen. "Wir haben uns mit Megatrends beschäftigt, einer von diesen war Nachhaltigkeit. Sie ist letztlich unerlässlich, damit ein Sportverein auch künftig attraktiv ist", sagt Purrer.

Wir haben uns mit Megatrends beschäftigt, einer von diesen war Nachhaltigkeit. Sie ist letztlich unerlässlich, damit ein Sportverein auch künftig attraktiv ist.
Christian Purrer, Präsident des Allgemeinen Sportverband Österreichs

Der ASVÖ ist einer von drei Sportdachverbänden Österreichs – und mit rund 5400 Mitgliedsvereinen der größte. Der Klimaschutz ist bei diesen wie auch bei der Bundessportorganisation Sport Austria angekommen. Auch im ASKÖ und in der Sportunion gibt es Arbeitsgruppen, die sich verstärkt dem Thema widmen und Vereine unterstützen, die in Klimafragen vorstellig werden wollen. In Seminaren für ASVÖ-Vereine ist das Thema tief verankert, in Workshops mit dem Umweltbundesamt wurde zudem ein Fahrplan erarbeitet, um den globalen Aktionsplan der Vereinten Nationen "Agenda 2030" für nachhaltige Entwicklungen im Sport zu erreichen. Mit Energie-Steiermark-Vorstandssprecher Purrer hat der ASVÖ bei diesem Thema "Heimvorteil": Seine Motivation ist hörbar, als Schirmherr sieht er sich bei diesem Thema nicht zwingend, vielmehr "als Katalysator, weil ich aus der Branche komme. Wir versuchen, den Weg zu gehen, aber da sollten alle drei Dachverbände an einem Strang ziehen." Meinungsverschiedenheiten sind hier fehl am Platz.

Der Sport steht laut Purrer in der Klimafrage noch am Anfang – und genau deshalb ist die Chance, zu verändern, so groß. Auf Vereinsebene ist die Nachhaltigkeit bislang "sicher stiefmütterlich behandelt worden. Der ehrenamtliche Funktionär kämpft mit Dingen wie Sportstätten und Trainings. Aber wenige setzen sich mit der Frage der Mobilität auseinander, oder fragen sich, wie groß der Fußabdruck ihrer Sportbekleidung ist", sagt Purrer. Man müsse Bewusstsein schaffen, das könne mit Themen wie Fotovoltaik und Energiegemeinschaften gelingen: "Dabei geht es darum, mit PV-Anlagen auf Dächern Strom zu erzeugen und den Überschuss im Umfeld an Mitglieder zu verkaufen."

Ja, der Sport trägt in der Klimafrage Verantwortung. Gleichzeitig werde der erhobene Zeigefinger nicht zum Umdenken führen. Purrer hat sich, wie er erzählt, "selbst zurücknehmen müssen. Zu sagen, was man muss und was man soll, das funktioniert nicht." Punkten könne man mit dem Zeigen von Leuchtturmprojekten: "Mit positiver Motivation eben."

Wo packen heimische Vereine an?
Grüne Sport-Beispiele
im Überblick

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für Sportvereine, einen nachhaltigeren Weg einzuschlagen. Auch in Österreich gibt es schon Vorzeigebeispiele - auch im regionalen Bereich.

Von David Baumgartner

Die heimische Sportlandschaft kommt im Kampf für den Klimaschutz in Bewegung. Zahlreiche Vereine verschreiben sich der Nachhaltigkeit - und laufend werden es mehr. Die "Enkerl-Tauglichkeit" wird vom Schlagwort zum echten Bestreben. Aber wo anfangen? Eine Auswahl an regionalen Vorzeigebeispielen zeigt, wo Vereine ansetzen können, um ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Recycling, Mobilität

Beim Handballverein Bruck/Trofaiach Füchse begann alles beim Aufräumen. "Wir haben ein Kammerl zusammengeräumt und sind vor mehr als 100 Laufmetern Transparenten gestanden, die nicht mehr brauchbar waren", erzählt Obmann Heinz Rumpold. Statt diese zu entsorgen, entstand die Idee, sie zu nutzen. "Zusammen mit der Lebenshilfe haben wir daraus einfach Ballsäcke gemacht", sagt Rumpold. Für einen Handballklub nicht unwesentlich, denn die oftmals mit Harz beschmierten, klebrigen Bälle sind so weit besser zu verstauen und zu transportieren. Die Idee kam derart gut an, dass sogar Vereine aus der Handball-Hochburg Vorarlberg zwischenzeitlich ihre Transparente in die Obersteiermark geschickt haben - um Ballsäcke retourniert zu bekommen.

Recycelter Ballsack

Recycelter Ballsack

Das Projekt war eine Initialzündung. Eine eigene Nachhaltigkeitsveranstaltung wurde ins Leben gerufen, nun hat der Klub das Thema "Mobilität" ins Auge gefasst. "Wir wollen die Bewegungsmuster anhand unserer mehr als 300 Vereinsmitglieder abbilden und überlegen, wie wir Wege nachhaltiger zurücklegen können." Thema sind auch Transportkosten - die nachhaltigsten Alternativen sind meist die teuersten. Zu Jahresbeginn (und noch günstigeren Spritpreisen) rechnete der Handballklub vor: Mit dem Zug kostet die Anreise nach Vorarlberg 2800 Euro. Ein Bus wäre mit 2400 Euro günstiger, aber die billigste Form wäre es, mit vier (!) Neunsitzern zu reisen. 1000 Euro würde das nur kosten. Auch das zeigt, vor welchen Herausforderungen der Sport in Nachhaltigkeitsfragen steht. Rufe nach einem "Sport-Klimaticket" sind verständlich; und sie werden lauter.

CO2-Kompensation, Abfall

Die Heimspiele CO2-Neutral austragen - so simpel lautete das Ziel des Eishockeyvereins Graz99ers. "Aber", gibt Klubmanager Bernd Vollmann zu, "wir haben uns am Anfang fast nicht drübergetraut. Wir dachten, dass der Energieaufwand für die Eisaufbereitung überdimensional groß ist." Es ging ans Rechnen - und dabei stellte sich heraus, dass diese sich "nur" mit 16 Prozent in der Energiebilanz niederschlägt. Größter Brocken ist die An- und Abreise von Fans, Spielern und Mitarbeitern.

Nun werden jährlich - dank einer drei Jahre laufenden Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Franz Mayer-Melnhof-Saurau - 2000 Bäume in der Steiermark gepflanzt. So können die 99ers ihren durch Spiele verursachten CO2-Ausstoß kompensieren. Und das ist nicht die einzige Maßnahme. "Wir haben Plastik aus Büros, aus dem VIP-Bereich und aus den Kabinen verbannt und eine strikte Mülltrennung eingeführt", erklärt Vollmann. Dass die Umstellung mit Aufwand verbunden ist, sei nicht von der Hand zu weisen. Aber, sagt Vollmann: "Ich glaube, dass das alles notwendig ist."

Müll- und Energiemanagement

Einige tausend Tennisbälle - so viel landen alleine beim ASKÖ Tennis Weiz im Müll. Pro Jahr. Anstoß genug für Obmann Peter Neustifter für die Suche nach einer Möglichkeit zur Verwertung. Die Lösung: Die Filzkugeln werden nach Deutschland geschickt, dort geschreddert - und dienen danach als Grundmaterial für den Boden neuer Tennis-Freizeitanlagen.

Zudem senkten die Weizer dank Installation einer LED-Beleuchtung die Stromkosten rapide, die Hallenheizung wurde von Gas auf biogene Fernwärme umgestellt, aus der Fotovoltaikanlage auf dem Hallendach wird Strom gewonnen, Überschüsse unter anderem an ein Altersheim geliefert. "Mich hat das Thema Nachhaltigkeit immer interessiert und als Obmann habe ich die Chance, diesen Gedanken in den Verein zu tragen", sagt Neustifter. Sein Credo: "Bei uns zählt nicht ausschließlich der sportliche Erfolg, die Nachhaltigkeit steht mit ihm auf einer Ebene!"

Im Karton werden alte Tennisbälle gesammelt

Im Karton werden alte Tennisbälle gesammelt

Nachhaltige Bekleidung

Funktionelle Sportkleidung, die ökologisch und ethisch fair erzeugt wurde, hält auch in den Vereinen Einzug. Die Idee, sich in diesem Bereich zu entwickeln, kam beim Volleyteam Mödling sogar aus dem Nachwuchs. Mittlerweile ist der gesamte Verein solcherart ausgestattet. "Wir sind auf das österreichische Unternehmen ,Das Merch' gestoßen, das in Portugal fertigen lässt und recyceltes Polyester als Grundstoff verwendet", erklärt Obmann Andreas Trummer. Positiver Nebeneffekt: Die Qualität "ist top" - und überraschenderweise der Preis laut Trummer sogar günstiger als bei herkömmlicher Sportbekleidung.

Volleyteam Mödling

Volleyteam Mödling

Fotos: Adobe Stock, KLZ/Pajman, Real Betis (2), GEPA, Haider, Volleyteam Mödling, Neustifter

Digitale Aufbereitung: Carina Steinegger