PFLEGE – Persönlich. Fachlich. Lebensnah. Engagiert. Gemeinsam. Erfüllend.

Der Beruf der Pflege ist vielseitig und sinnstiftend. Er beginnt mit der Geburt und begleitet Menschen in allen Lebensphasen.

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Die professionelle Pflege begleitet den Menschen auf seiner Lebensreise in allen Lebensabschnitten, vom ersten bis zum letzten Atemzug. Fachliche Kompetenz, ein würdevolles Miteinander, wissenschaftliche Fundierung und reflektierte Erfahrung sind dabei unerlässlich.

In der Pflege arbeiten Sie nicht nur mit den Händen, sondern auch mit dem Herzen. Sie verbinden professionelles Können mit menschlicher Wärme und schaffen so echte Lebensqualität.

Scrollen Sie weiter und tauchen Sie in die spannende Welt der Pflege ein!

Doch zuvor muss eine Frage geklärt werden: Was ist professionelle Pflege überhaupt?

Das „International Council of Nurses“, kurz ICN, definiert Pflege so (verkürzt):

  • Die Professionelle Pflege widmet sich der Wahrung des Rechts aller auf bestmögliche Gesundheit durch eine gemeinsame Verpflichtung zu einer kooperativen, kulturell sicheren und menschenzentrierten Pflege und Versorgung.
  • Die Professionelle Pflege setzt sich für einen gleichberechtigten Zugang zu Gesundheit und Gesundheitsversorgung sowie für ein sicheres und nachhaltiges Lebensumfeld ein.
  • Die Pflegepraxis verkörpert die Philosophie und die Werte des Berufs, indem sie ihre Leistungen in den persönlichsten gesundheitsbezogenen Bereichen des menschlichen Lebens erbringt.

Interesse am Pflegeberuf? Im Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege der FH JOANNEUM werden die Fachkräfte von morgen praxisnah ausgebildet.

Aufgaben der Pflege in
unseren Lebensphasen

Geburt

Die Unterstützung beginnt bereits in der Schwangerschaft: Die werdende Mutter wird von der Pflege begleitet und beraten. Pflegekräfte übernehmen unter anderem Aufgaben in der Schwangerschaftsvorsorge, wie die Überwachung von Vitalparametern, und helfen Schwangeren bzw. Eltern, sich auf die Geburt vorzubereiten.

Während der Geburt arbeiten Pflegekräfte eng mit Hebammen und Ärzt:innen zusammen. Sie überwachen den Zustand von Mutter und Kind und unterstützen bei medizinischen Eingriffen.

Nach der Geburt bietet die Pflege sowohl der Mutter als auch dem Neugeborenen in der ersten Zeit praktische Hilfe und Beratung zur Säuglingspflege.

Kindheit

Bei Kindern liegt der Fokus auf der Prävention und Förderung einer gesunden Entwicklung. Pflegekräfte spielen eine wichtige Rolle bei der Unfallverhütung, indem sie z.B. Eltern und Kinder über Sicherheitsmaßnahmen aufklären.

Pflegekräfte sind oft an der Behandlung und Betreuung von Kindern mit akuten und chronischen Erkrankungen beteiligt. Die Interaktion mit den Eltern und die Fähigkeit, Kinder spielerisch für gesundheitliche Themen zu sensibilisieren, sind dabei essenziell.

Bei der Arbeit mit Kindern sind Kommunikation auf Augenhöhe und die Förderung von Vertrauen entscheidend.

Jugend

Körperliche Veränderungen, sexuelle Gesundheit oder Suchtmittelprävention: Beratung und Aufklärung von Jugendlichen zu diesen Themen gehören ebenso zum Aufgabenbereich von Pflegekräften.

Eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, die ihnen Raum für Fragen und die Bearbeitung von Unsicherheiten ermöglicht, ist dabei wesentlich. Die Pflege leistet auch im Bereich der psychischen Gesundheitsfürsorge wertvolle Arbeit. Sie bieten Gespräche und Unterstützung bei Themen wie Stress, Depressionen oder Essstörungen an und vermitteln bei Bedarf an andere Fachkräfte.

In ihrer Rolle als „School Nurse“ sind Pflegekräfte direkt in Schulen und anderen Betreuungseinrichtungen tätig, um gesundheitliche Probleme zu erkennen, Maßnahmen zur Prävention umzusetzen und Kinder und Jugendliche sowie Lehrkräfte zu beraten.

Erwachsene

Menschen im Erwachsenenalter kommen oft nur bei Krankenhausaufenthalten mit Pflegepersonen in Kontakt. Der Fokus der innerklinischen Pflege liegt auf der Versorgung und Unterstützung von Patient:innen während ihres Aufenthalts in einem Krankenhaus.

Die Aufgaben variieren je nach Einsatzbereich, das kann die Normalstation, Intensivstation oder Ambulanz sein, und umfassen beispielsweise Medikamentenverabreichung, Wundversorgung, Unterstützung bei Körperpflege, Ernährung oder Mobilität, Prophylaxe-Maßnahmen wie Verhinderung von Thrombose oder Infektionen sowie Kommunikation mit Angehörigen.

Die interne Pflege konzentriert sich auf die Betreuung von Patient:innen mit internistischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-, Atemwegs-, Stoffwechsel- oder Verdauungsproblemen. Pflegekräfte in der Chirurgie übernehmen Aufgaben vor, während und nach operativen Eingriffen.

Alter

Pflegepersonen und Menschen im höheren und hohen Lebensalter begegnen sich nicht nur im Krankenhaus, sondern auch in den eigenen vier Wänden, im betreuten Wohnen, in Wohngemeinschaften für Senior:innen, in Tageszentren, in niedergelassenen Bereichen des Gesundheitssektors und in Pflegewohnheimen.

In allen dieser Wohn- und Betreuungsformen spielt die Gesundheitsförderung und Prävention eine große Rolle.

Professionelle Pflegepersonen informieren und vermitteln zu den richtigen Stellen bei Themen wie:

  • Schulungsmaßnahmen Menschen im höheren bzw. hohen Alter
  • Organisation von Hilfsmittel und Heilbehelfen
  • Gestaltung eines altersgerechten Wohnraumes (Barrierefreiheit, Handläufe oder Haltegriffe)
  • Vereinbarung von ärztlichen Untersuchungen
  • gesunde Ernährung

Hier setzt auch Community Nursing als niederschwelliges, bedarfsorientiertes Angebot auf Gemeindeebene an, um die Gesundheitskompetenz im hohen und höheren Lebensalter zu steigern.

Letzte Lebensphase

Eine besondere Form der Pflege ist die Palliativ- und Hospizversorgung. Hier steht nicht die Heilung im Vordergrund, sondern die Linderung von Leid, die Verbesserung der Lebensqualität und die Begleitung von unheilbar kranken Menschen und ihren Angehörigen. Sie unterstützen dabei, Symptome wie Schmerzen, Atemnot oder Übelkeit zu lindern. Ebenso wichtig ist die Unterstützung des emotionalen Wohlbefindens.

Pflegekräfte begleiten Menschen aller Altersstufen in ihren letzten Lebensabschnitten. Das Ziel ist, ihnen ein würdevolles, schmerzfreies und erfülltes Lebensende zu ermöglichen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass Betroffene und ihre Familien sich in dieser herausfordernden Zeit nicht alleingelassen fühlen und in Würde Abschied nehmen können.

Wussten Sie, dass ...

... am 12. Mai der internationale Tag der Pflege ist?

… rund 127.000 Pflege- und Betreuungspersonen im akut-stationären Bereich und im Langzeit-Bereich beschäftigt sind?

der weitaus überwiegende Anteil an Hilfs-, Betreuungs- und Pflegeleistungen von Familienangehörigen erbracht wird? Davon werden 68 Prozent von Frauen übernommen.

Wege zum Pflegeberuf

Es gibt verschiedene Wege, eine professionelle Pflegeperson zu werden. Die drei Berufsgruppen arbeiten gemeinsam an der optimalen Versorgung der Patient:innen. Sie unterscheiden sich im Aufgabenbereich und dem Grad an Verantwortung.

Pflegeassistenz:

Pflegefachassistenz:

Gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege:

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildung an Fachhochschulen wie der FH JOANNEUM: Die FH JOANNEUM bietet das Studium in Graz und am neuen Gesundheitscampus in Kapfenberg an.

Entstanden in Kooperation mit FH JOANNEUM.

Fotos: © Sarah Raiser