SLOWENIEN

10 lohnenswerte Zwischenstopps

auf dem Weg
zur Adria

Foto: Adobe Stock

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Mehr als nur Durchreise: 10 Geheimtipps in Slowenien abseits der A1 an die Adria – von Weingütern über Kulinariktipps, von Wellness bis zum Kulturhighlight.

Von Claudia Gigler

Rund 240 Kilometer sind es über die Autobahn A 1 von Maribor nach Koper – und viele legen diese Strecke durch Slowenien auf dem Weg an die Adria ohne Zwischenstopp zurück. Dabei gibt es einige Orte, für die es sich auszahlt, einen kleinen Umweg zu machen.

1.

Einer davon ist definitiv das Weingut Dveri Pax. Nur sieben Kilometer von der Grenze zwischen Österreich und Slowenien entfernt liegt das Weingut des Stiftes Admont, Dveri Pax Jaringhof in Jarenina. Im Sommer genießt man das traumhafte Menü der Küchenchefs Miloš Stamenković und Luka Zavratnik im Schatten eines riesigen Baumes, ganzjährig locken der Weinkeller von Winzer Danilo Flakus und das vom Gault&Millau mit drei Hauben ausgezeichnete Restaurant im historischen Backsteingewölbe. Die Benediktinermönche produzieren hier seit dem 12. Jahrhundert Wein.

Erste Adresse, die sich für einen Stopp in Slowenien anbietet: Das Weingut Dveri Pax Jaringhof in Jarenina. Foto: Stefan Leitner

Erste Adresse, die sich für einen Stopp in Slowenien anbietet: Das Weingut Dveri Pax Jaringhof in Jarenina. Foto: Stefan Leitner

2.

Von Maribor/Marburg bis nach Ptuj lässt es sich knapp 30 Kilometer entlang der Drau radeln. Am westlichen Stadtrand, in Limbuš, lockt abseits der ebenfalls sehenswerten Innenstadt das Chocolate Village – auch diejenigen, die nicht gleich dem Reiz des Glampings in einem der reizvollen Baumhäuser erliegen. Bei Teta Frida gibt es nämlich auch köstliche Schokoladenprodukte zu verkosten und bei „Jack & Joe“ Barbecue mit Steaks und Burgern auf dem Floß mit Aussicht über die Drau.

Maribors Stadtteil Lent am Ufer der Drau. Foto: Andrej Tarfila

Maribors Stadtteil Lent am Ufer der Drau. Foto: Andrej Tarfila

Entlang der Drau von Maribor nach Ptuj. Foto: Claudia Gigler

Entlang der Drau von Maribor nach Ptuj. Foto: Claudia Gigler

Ptuj mit dem Schlossberg. Foto: Mankica Kranjec/Turizem Ptuj

Ptuj mit dem Schlossberg. Foto: Mankica Kranjec/Turizem Ptuj

3.

Inmitten von Hopfenfeldern liegt Celje ganz nahe an der Autobahn. Beim Bummel durch die mittelalterlich geprägten Straßen trifft man auf den in Bronze gegossenen Pionier der Werbefotografie Josip Pelikan mit seiner alten Kamera, der dazu einlädt, ihn zu begleiten. Die Festung der Grafen von Cilli ist eine der größten Burgruinen der Stadt. Im Sommer gibt es dort Ritterspiele, im Winter in der Stadt einen sehr gemütlichen Weihnachtsmarkt.

Die Altstadt von Celje. Foto: Nejc Suhadolnik

Die Altstadt von Celje. Foto: Nejc Suhadolnik

Die Statue von Josip Pelikan vor dem Rathaus von Celje. Foto: emmeci74/Imago

Die Statue von Josip Pelikan vor dem Rathaus von Celje. Foto: emmeci74/Imago

Die Festung von Celje. Foto: Nina Kurnik

Die Festung von Celje. Foto: Nina Kurnik

4.

Die Terme Olimia bei Podčetrtek, wo man auch das wunderschöne Minoritenkloster Olimje besichtigen kann, ist eine der modernsten und schönsten Thermen Sloweniens. Es gibt eine Familien- und eine Verwöhn-Therme, Aquapark und Saunalandschaft. In der Nähe liegt die Brauerei Haler mit wunderschönem Gastgarten, Biker locken viele Radwege in der Umgebung.

Entspannen in der Terme Olimia. Foto: CJ STUDIO d.o.o./Ciril Jazbec

Entspannen in der Terme Olimia. Foto: CJ STUDIO d.o.o./Ciril Jazbec

Im Wellnessbereich vor allem auf die Kraft der schwarzen Orchidee gesetzt – daher der Name Orhidelia. Foto: CJ STUDIO d.o.o./Ciril Jazbec

Im Wellnessbereich vor allem auf die Kraft der schwarzen Orchidee gesetzt – daher der Name Orhidelia. Foto: CJ STUDIO d.o.o./Ciril Jazbec

Die Therme ist eine der modernsten in Slowenien. Foto: CJ STUDIO d.o.o./Ciril Jazbec

Die Therme ist eine der modernsten in Slowenien. Foto: CJ STUDIO d.o.o./Ciril Jazbec

5.

Mit einem Audioguide lässt es sich herrlich durch die auf viel Grün gebetteten Ruinen der Žička Kartuzija, des Kartäuserklosters Seiz nahe Slovenske Konjice, wandern. Eine kurvenreiche Straße führt in das abgelegene Tal, wo im 12. Jahrhundert eine Wohnstätte für Mönche aus Frankreich errichtet wurde. Im Gasthaus Gastuž, dem ältesten Sloweniens, wird Tee aus dem klösterlichen Kräutergarten serviert. Im Spargus daneben gibt es gehobene Küche zu sehr akzeptablen Preisen.

Slovenske Konjice ist ein zauberhaftes Örtchen am Flüsschen Dravinja, dessen Zentrum sehr ansprechend gestaltet ist und mit dem Weingut Zlati Grič nebst dazugehörigem Gästehaus, Golfplatz und Restaurant alles zu bieten hat, was das Herz begehrt. Die Aussicht auf die Weinberge ist fantastisch.

Foto: Mediaspeed/Nejc Fon

Foto: Mediaspeed/Nejc Fon

Ruinen der Žička Kartuzija, des Kartäuserklosters Seiz. Foto: Claudia Gigler

Ruinen der Žička Kartuzija, des Kartäuserklosters Seiz. Foto: Claudia Gigler

Das hübsche Städtchen Slovenske Konjice. Foto: Nejc Suhadolnik

Das hübsche Städtchen Slovenske Konjice. Foto: Nejc Suhadolnik

6.

Den Pohorje/Bachern kennt man als Hausberg von Maribor, doch er zieht sich weiter gen Westen als gedacht. Über Zreče erreicht man das auf knapp 1500 Metern gelegene Rogla, wo es sogar einen ganzjährig geöffneten Stellplatz für Camper gibt. Im Winter ist hier ein Skigebiet in Betrieb, im Sommer kommt man, um die Aussicht auf die mächtigen Wälder vom Baumwipfelpfad aus zu genießen. Hinauf auf die luftige Höh’ geht es über 37 Stufen, hinunter optional über eine 62 Meter lange Rutsche.

Der hölzerne Steg ist rund einen Kilometer lang. Foto: Unitur d.o.o./Iztok Medja

Der hölzerne Steg ist rund einen Kilometer lang. Foto: Unitur d.o.o./Iztok Medja

Der Baumwipfelpfad in Rogla. Foto: Unitur d.o.o./Iztok Medja

Der Baumwipfelpfad in Rogla. Foto: Unitur d.o.o./Iztok Medja

Wer mag, kann den Turm hinunterrutschen. Foto: Unitur d.o.o./Iztok Medja

Wer mag, kann den Turm hinunterrutschen. Foto: Unitur d.o.o./Iztok Medja

7.

Der Arzt Enrico Ferrari ließ zwischen den beiden Weltkriegen vom Architekten Maks Fabiani den nach ihm benannten Garten in Štanjel anlegen, der sich mit seinen Terrassen ans Gelände anschmiegt und der Architektur des alten Bergdörfchens nachempfunden ist. Es gibt Führungen und man kann sogar eine Schatzsuche buchen. Auf dem Weg hierher kann man auch ins Vipava-Tal abzweigen, das für seine guten Weine und die Spitzengastronomie bekannt ist.

Der Ferrari-Garten in Štanjel. Foto: Dreamstime/Neverse/Imago

Der Ferrari-Garten in Štanjel. Foto: Dreamstime/Neverse/Imago

Aerial view settlements on grassy peaceful valley surrounded with green hills and calm river on sunny day

Der Ferrari-Garten in Štanjel. Foto: Adobe Stock

Der Ferrari-Garten in Štanjel. Foto: Adobe Stock

Das Vipava-Tal ist für seine Weine bekannt. Foto: Jošt Gantar

Das Vipava-Tal ist für seine Weine bekannt. Foto: Jošt Gantar

8.

Unbedingt „mitnehmen“ sollte man auf einer Fahrt in Richtung Adria die Kulturhauptstadt 2025 Nova Gorica, auch wenn sie ein wenig abseits der direkten Route gelegen ist. Ein Überbleibsel aus dem Vorjahr ist noch bis Dezember die neue Digital Art Gallery, auf der italienischen Seite der geteilten Stadt in Gorizia gelegen. In einem 300 Meter langen Tunnel unter dem Castello, der einst als Luftschutzbunker diente, illustriert künstliche Intelligenz die Poesie der Natur. Bild- und Audiodaten aus Ökosystemen in aller Welt verwandeln sich in Farbräume und Lichtströme.

Der Europaplatz in der geteilten Stadt Nova Gorica/Gorizia. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević

Der Europaplatz in der geteilten Stadt Nova Gorica/Gorizia. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević

Der Data Tunnel unter dem Castello von Gorizia. Foto: Alamy

Der Data Tunnel unter dem Castello von Gorizia. Foto: Alamy

Blick auf die Solkanbrücke über die Soča und Nova Gorica. Foto: Adobe Stock

Blick auf die Solkanbrücke über die Soča und Nova Gorica. Foto: Adobe Stock

9.

Ein Paradies für (hügelaffine) Radfahrer und ein Himmel auf Erden für Weingenießer und Kirschenliebhaber – das ist die Brda, wohin es von Nova Gorica aus nicht mehr weit ist. Wer Lust hat, sollte sich noch ein Stück hinein ins Schlaraffenland Sloweniens in Richtung Šmartno wagen, bevor er den Anblick der sich im Wind wiegenden Reben gegen die Strandperspektive tauscht. Hier empfiehlt es sich, eine Übernachtung einzulegen, um sich auch höherprozentigen Genüssen ohne Nachwehen hingeben zu können.

Das schöne Dorf Šmartno. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević

Das schöne Dorf Šmartno. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević

Das Renaissanceschloss Dobrovo. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević

Das Renaissanceschloss Dobrovo. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević

Die Weinberge von Brda. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević

Die Weinberge von Brda. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević

10.

Zu guter Letzt noch ein Kleinod für kulturell Interessierte: Das Totentanz-Fresko in Hrastovlje – Menschen aus verschiedenen, gesellschaftlichen Schichten marschieren dem unausweichlichen Tod entgegen. Führung durch die Dreifaltigkeitskirche vereinbaren (Tel. + 386 31 432 231), denn aufgesperrt wird meist nur nach Bedarf.

Die Dreifaltigkeitskirche von Hrastovlje. Foto: Mediaspeed/Jaka Arbutina

Die Dreifaltigkeitskirche von Hrastovlje. Foto: Mediaspeed/Jaka Arbutina

Das Totentanz-Fresko in der Dreifaltigkeitskirche. Foto: IMAGO/Frank Bienewald

Das Totentanz-Fresko in der Dreifaltigkeitskirche. Foto: IMAGO/Frank Bienewald

Das Innere der Kirche ist mit mittelalterlichen Bauernfresken ausgemalt. Foto: Mediaspeed/Jaka Arbutina

Das Innere der Kirche ist mit mittelalterlichen Bauernfresken ausgemalt. Foto: Mediaspeed/Jaka Arbutina

Foto: Adobe Stock

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