SLOWENIEN
10 lohnenswerte Zwischenstopps
auf dem Weg
zur Adria
Mehr als nur Durchreise: 10 Geheimtipps in Slowenien abseits der A1 an die Adria – von Weingütern über Kulinariktipps, von Wellness bis zum Kulturhighlight.
Von Claudia Gigler
Rund 240 Kilometer sind es über die Autobahn A 1 von Maribor nach Koper – und viele legen diese Strecke durch Slowenien auf dem Weg an die Adria ohne Zwischenstopp zurück. Dabei gibt es einige Orte, für die es sich auszahlt, einen kleinen Umweg zu machen.
1.
Einer davon ist definitiv das Weingut Dveri Pax. Nur sieben Kilometer von der Grenze zwischen Österreich und Slowenien entfernt liegt das Weingut des Stiftes Admont, Dveri Pax Jaringhof in Jarenina. Im Sommer genießt man das traumhafte Menü der Küchenchefs Miloš Stamenković und Luka Zavratnik im Schatten eines riesigen Baumes, ganzjährig locken der Weinkeller von Winzer Danilo Flakus und das vom Gault&Millau mit drei Hauben ausgezeichnete Restaurant im historischen Backsteingewölbe. Die Benediktinermönche produzieren hier seit dem 12. Jahrhundert Wein.
2.
Von Maribor/Marburg bis nach Ptuj lässt es sich knapp 30 Kilometer entlang der Drau radeln. Am westlichen Stadtrand, in Limbuš, lockt abseits der ebenfalls sehenswerten Innenstadt das Chocolate Village – auch diejenigen, die nicht gleich dem Reiz des Glampings in einem der reizvollen Baumhäuser erliegen. Bei Teta Frida gibt es nämlich auch köstliche Schokoladenprodukte zu verkosten und bei „Jack & Joe“ Barbecue mit Steaks und Burgern auf dem Floß mit Aussicht über die Drau.
Entlang der Drau von Maribor nach Ptuj. Foto: Claudia Gigler
Entlang der Drau von Maribor nach Ptuj. Foto: Claudia Gigler
Ptuj mit dem Schlossberg. Foto: Mankica Kranjec/Turizem Ptuj
Ptuj mit dem Schlossberg. Foto: Mankica Kranjec/Turizem Ptuj
3.
Inmitten von Hopfenfeldern liegt Celje ganz nahe an der Autobahn. Beim Bummel durch die mittelalterlich geprägten Straßen trifft man auf den in Bronze gegossenen Pionier der Werbefotografie Josip Pelikan mit seiner alten Kamera, der dazu einlädt, ihn zu begleiten. Die Festung der Grafen von Cilli ist eine der größten Burgruinen der Stadt. Im Sommer gibt es dort Ritterspiele, im Winter in der Stadt einen sehr gemütlichen Weihnachtsmarkt.
Die Statue von Josip Pelikan vor dem Rathaus von Celje. Foto: emmeci74/Imago
Die Statue von Josip Pelikan vor dem Rathaus von Celje. Foto: emmeci74/Imago
Die Festung von Celje. Foto: Nina Kurnik
Die Festung von Celje. Foto: Nina Kurnik
4.
Die Terme Olimia bei Podčetrtek, wo man auch das wunderschöne Minoritenkloster Olimje besichtigen kann, ist eine der modernsten und schönsten Thermen Sloweniens. Es gibt eine Familien- und eine Verwöhn-Therme, Aquapark und Saunalandschaft. In der Nähe liegt die Brauerei Haler mit wunderschönem Gastgarten, Biker locken viele Radwege in der Umgebung.
Im Wellnessbereich vor allem auf die Kraft der schwarzen Orchidee gesetzt – daher der Name Orhidelia. Foto: CJ STUDIO d.o.o./Ciril Jazbec
Im Wellnessbereich vor allem auf die Kraft der schwarzen Orchidee gesetzt – daher der Name Orhidelia. Foto: CJ STUDIO d.o.o./Ciril Jazbec
Die Therme ist eine der modernsten in Slowenien. Foto: CJ STUDIO d.o.o./Ciril Jazbec
Die Therme ist eine der modernsten in Slowenien. Foto: CJ STUDIO d.o.o./Ciril Jazbec
5.
Mit einem Audioguide lässt es sich herrlich durch die auf viel Grün gebetteten Ruinen der Žička Kartuzija, des Kartäuserklosters Seiz nahe Slovenske Konjice, wandern. Eine kurvenreiche Straße führt in das abgelegene Tal, wo im 12. Jahrhundert eine Wohnstätte für Mönche aus Frankreich errichtet wurde. Im Gasthaus Gastuž, dem ältesten Sloweniens, wird Tee aus dem klösterlichen Kräutergarten serviert. Im Spargus daneben gibt es gehobene Küche zu sehr akzeptablen Preisen.
Slovenske Konjice ist ein zauberhaftes Örtchen am Flüsschen Dravinja, dessen Zentrum sehr ansprechend gestaltet ist und mit dem Weingut Zlati Grič nebst dazugehörigem Gästehaus, Golfplatz und Restaurant alles zu bieten hat, was das Herz begehrt. Die Aussicht auf die Weinberge ist fantastisch.
Ruinen der Žička Kartuzija, des Kartäuserklosters Seiz. Foto: Claudia Gigler
Ruinen der Žička Kartuzija, des Kartäuserklosters Seiz. Foto: Claudia Gigler
Das hübsche Städtchen Slovenske Konjice. Foto: Nejc Suhadolnik
Das hübsche Städtchen Slovenske Konjice. Foto: Nejc Suhadolnik
6.
Den Pohorje/Bachern kennt man als Hausberg von Maribor, doch er zieht sich weiter gen Westen als gedacht. Über Zreče erreicht man das auf knapp 1500 Metern gelegene Rogla, wo es sogar einen ganzjährig geöffneten Stellplatz für Camper gibt. Im Winter ist hier ein Skigebiet in Betrieb, im Sommer kommt man, um die Aussicht auf die mächtigen Wälder vom Baumwipfelpfad aus zu genießen. Hinauf auf die luftige Höh’ geht es über 37 Stufen, hinunter optional über eine 62 Meter lange Rutsche.
Der Baumwipfelpfad in Rogla. Foto: Unitur d.o.o./Iztok Medja
Der Baumwipfelpfad in Rogla. Foto: Unitur d.o.o./Iztok Medja
Wer mag, kann den Turm hinunterrutschen. Foto: Unitur d.o.o./Iztok Medja
Wer mag, kann den Turm hinunterrutschen. Foto: Unitur d.o.o./Iztok Medja
7.
Der Arzt Enrico Ferrari ließ zwischen den beiden Weltkriegen vom Architekten Maks Fabiani den nach ihm benannten Garten in Štanjel anlegen, der sich mit seinen Terrassen ans Gelände anschmiegt und der Architektur des alten Bergdörfchens nachempfunden ist. Es gibt Führungen und man kann sogar eine Schatzsuche buchen. Auf dem Weg hierher kann man auch ins Vipava-Tal abzweigen, das für seine guten Weine und die Spitzengastronomie bekannt ist.
Der Ferrari-Garten in Štanjel. Foto: Adobe Stock
Der Ferrari-Garten in Štanjel. Foto: Adobe Stock
Das Vipava-Tal ist für seine Weine bekannt. Foto: Jošt Gantar
Das Vipava-Tal ist für seine Weine bekannt. Foto: Jošt Gantar
8.
Unbedingt „mitnehmen“ sollte man auf einer Fahrt in Richtung Adria die Kulturhauptstadt 2025 Nova Gorica, auch wenn sie ein wenig abseits der direkten Route gelegen ist. Ein Überbleibsel aus dem Vorjahr ist noch bis Dezember die neue Digital Art Gallery, auf der italienischen Seite der geteilten Stadt in Gorizia gelegen. In einem 300 Meter langen Tunnel unter dem Castello, der einst als Luftschutzbunker diente, illustriert künstliche Intelligenz die Poesie der Natur. Bild- und Audiodaten aus Ökosystemen in aller Welt verwandeln sich in Farbräume und Lichtströme.
Der Data Tunnel unter dem Castello von Gorizia. Foto: Alamy
Der Data Tunnel unter dem Castello von Gorizia. Foto: Alamy
Blick auf die Solkanbrücke über die Soča und Nova Gorica. Foto: Adobe Stock
Blick auf die Solkanbrücke über die Soča und Nova Gorica. Foto: Adobe Stock
9.
Ein Paradies für (hügelaffine) Radfahrer und ein Himmel auf Erden für Weingenießer und Kirschenliebhaber – das ist die Brda, wohin es von Nova Gorica aus nicht mehr weit ist. Wer Lust hat, sollte sich noch ein Stück hinein ins Schlaraffenland Sloweniens in Richtung Šmartno wagen, bevor er den Anblick der sich im Wind wiegenden Reben gegen die Strandperspektive tauscht. Hier empfiehlt es sich, eine Übernachtung einzulegen, um sich auch höherprozentigen Genüssen ohne Nachwehen hingeben zu können.
Das Renaissanceschloss Dobrovo. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević
Das Renaissanceschloss Dobrovo. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević
Die Weinberge von Brda. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević
Die Weinberge von Brda. Foto: Mediaspeed/Ernad Ihtijarević
10.
Zu guter Letzt noch ein Kleinod für kulturell Interessierte: Das Totentanz-Fresko in Hrastovlje – Menschen aus verschiedenen, gesellschaftlichen Schichten marschieren dem unausweichlichen Tod entgegen. Führung durch die Dreifaltigkeitskirche vereinbaren (Tel. + 386 31 432 231), denn aufgesperrt wird meist nur nach Bedarf.
Das Totentanz-Fresko in der Dreifaltigkeitskirche. Foto: IMAGO/Frank Bienewald
Das Totentanz-Fresko in der Dreifaltigkeitskirche. Foto: IMAGO/Frank Bienewald
Das Innere der Kirche ist mit mittelalterlichen Bauernfresken ausgemalt. Foto: Mediaspeed/Jaka Arbutina
Das Innere der Kirche ist mit mittelalterlichen Bauernfresken ausgemalt. Foto: Mediaspeed/Jaka Arbutina









